amnesty international hamburg
18. März 2010 - Ein politischer Reisebericht von Florian Hardegen

Kuba –  Salsa-Paradies oder Land

ohne Menschenrechte

 
Diskussion
Do. 18.03.2010, 20:00 Uhr
Ort: HausIII&70, Schulterblatt 73, Hamburg
Eintritt: frei

Sieben Jahre nach der folgenreichsten Verhaftungswelle seit der kubanischen Revolution berichtet Florian Hardegen von seiner Reise nach Kuba, einem Land zwischen karibischen Palmenparadiesen und erschreckenden Menschenrechtsvergehen und erinnert an die seit dem 18. März 2003 inhaftierten politischen Gefangenen auf der Insel.
Fotoausstellung über Angehörige der Gefangenen wird im Saal der Werkstatt 3 zu sehen sein.

Veranstalter: Amnesty International Ländergruppe Kuba in Kooperation mit Werkstatt 3
 
Film und Information zur Situation der laotischen Hmong

Amerikas geheimer Krieg in Laos

Das Schicksal der Hmong in Laos. Eine Kooperation von Amnesty International, der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Zinnschmelze
. Zu dem Film gibt es eine Einführung mit Hintergrundinformationen zur Situation der laotischen Hmong. Im Anschluss an den Film berichtet die Amnestygruppe von Ihrer Arbeit an dem Fall und den aktuellen Entwicklungen.

Referent: GfbV-Asienreferent Ulrich Delius, er wird nach dem Film zu der Ethnie der Homongs etwas erzählen und Fragen beantworten.

Datum: Donnerstag, 18. März 10, 20.00 Uhr 
Ort: Zinnschmelze Cafè, Maurienstraße 19, 22305 Hamburg

Film und Information im Theatersaal
Eintritt: frei, Spende erwünscht
 
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Vortrags-Veranstaltung am 25. März um 19.30 Uhr

„HASSMORDE – TRANSGENDERPOLITICS IN ISTANBUL“

Zerstörung und Gentrifizierung multikultureller Stadtteile. Bonuspunkte für Polizisten, die Transsexuelle jagen. Morde aus homo- und transphobischen Motiven. Die Aktivistin Ebru Kiranci von der Transsexuellenorganisation Istanbul LGBTT berichtet am 25. März im Magnus-Hirschfeld-Centrum in
Hamburg aus der Kulturhauptstadt Europas 2010 und von den Schattenseiten der türkischen Metropole.

Gäste: Ebru Kiranci von der Transsexuellenorganisation Istanbul LGBTT
Maria Binder, Dokumentarfilmerin

Wie homophob ist die türkische Gesellschaft, wie homophob ist der Staat? Welche Perspektiven gibt es für sexuelle Minderheiten? Welche Strategien von Widerstand? Welche Schnittmengen von staatlicher Gewalt und gesellschaftlichen Wertevorstellungen gibt es? Welche Perspektiven gibt es für sexuelle Minderheiten?
Welche Strategien von Widerstand?

Die Dokumentarfilmerin Maria Binder zeigt zusätzlich Bilder einer Recherche und stellt
das Filmprojekt Trans X Istanbul vor.

Der Eintritt ist frei. Spenden an MERSI und an das Magnus-Hirschfeld-Centrum
sind willkommen.

Datum: 25. März 2010, 19.30 Uhr

Ort: Magnus Hirschfeld Centrum (MHC), Borgweg 8, Hamburg

„TransGenderPolitics in Istanbul“ ist eine gemeinsame Veranstaltung von MERSI
(Menschenrechte und sexuelle Identität) /Amnesty International Hamburg, Sonntags-Club e.V.,
Gladt e.V., TransInterQueer e.V., Wigstöckel e.V. und Istanbul lgbtt.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.mersi-hamburg.de

 
 
RICARDO UCAN, MEXIKO - Die gute Nachricht zum Jahresanfang

Zum Jahresende überraschend frei gelassen!

Mit einer ausgesprochen guten Nachricht hat das Jahr 2010  für die Gruppe 1247 und CASA- und Guatemala-Kogruppe begonnen. Ricardo Ucán, für den sich die Gruppe intensiv eingesetzt hat und dessen Fall auch über den Briefmarathon Anfang Dezember in Hamburg forciert wurde, ist zum Jahresende überraschend frei gelassen worden. Das Foto zeigt ihn vor dem Gefängnis zusammen mit seiner Frau, die ihn dort in Empfang genommen hat.


Hier die Hintergründe zu dem Fall:

Ricardo Ucan wurde im Juni 2001 von einem Gericht in Yucatan Mexico, wegen der Ermordung eines Nachbarn im Streit um ein Stück Land zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt.

Ricardo Ucan gehört dem Volk der Maya an und sprach zum Zeitpunkt des Verfahrens nur wenig Spanisch, so dass er den Verhören und der Verhandlung nur eingeschränkt folgen konnte, lesen und schreiben konnte er nicht. Ein Dolmetscher wurde ihm dennoch nicht bestellt, obwohl die mexikanischen Gesetze dies eigentlich vorsehen. Das Gericht hat dazu ausgeführt, ein Dolmetscher sei zugunsten des Gerichts zu bestellen und nicht zugunsten des Angeklagten, außerdem gehöre Ricardo Ucan gar nicht zu einer anerkannten Minderheit und habe daher kein Recht auf einen Dolmetscher.

Ricardo Ucan hat sich vor Gericht damit verteidigt, dass er in Notwehr handelte und sein Nachbar ebenfalls bewaffnet war, was in den vorangegangenen Ermittlungen nicht zu Protokoll aufgenommen wurde. Allerdings war auch dabei kein Dolmetscher anwesend. Die ihm bestellte Pflichtverteidigerin hat diese Verteidigung nach Feststellungen von Amnesty International nicht mit der nötigen Akribie eingebracht und hierzu keine Beweise vorgebracht, so dass aus der Sicht von Amnesty International auch eine ordnungsgemäße Verteidigung nicht gewährleistet war.

Amnesty International geht davon aus, dass ein Fall von Diskriminierung vorliegt und die Gerichte die Mindeststandards eines fairen Gerichtsverfahrens verletzt haben.
 
Vielen Dank für Ihre Beteiligung




Bereits mehr als 1.000 Briefe


Auch dieses Jahr haben sich wieder Dutzende von Amnesty International-Gruppen, Schulen, Kirchgemeinden sowie viel  Privatpersonen am Briefmarathon in Hamburg beteiligt. Bereits wenige Tage danach sind schon Rückmeldungen über rund 1.000 aus Hamburg verschickte Briefe eingegangen, und die Anzahl steigt kontinuierlich.

Amnesty International, Hamburg wollte damit zum Internationalen Tag der Menschenrechte vom 10. Dezember die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebenen Grundrechte ganz konkret einfordern. Geschrieben wurde in Schulzimmern, an Ständen, in Cafés, im Rahmen von Gottesdiensten bei Privatpersonen, die bei sich zu Hause eine Schreibaktion bei einer Feier starteten.

Der Briefmarathon fand jedoch nicht allein in Hamburg, sondern weltweit ein großes Echo: in Dutzenden von Ländern wurden insgesamt Hunderttausende von Briefen und Solidaritätskarten verschickt - definitive Zahlen werden gegen Ende Januar 2010 verfügbar sein.

Amnesty dankt all jenen, welche für die Menschenrechte zu Kugelschreiber, Bleistift oder Füller gegriffen haben, ganz herzlich.

VIELES BLEIBT NOCH ZU TUN!

Sie können zum Beispiel die Forderungen von Amnesty International weiter unterstützen und an weiteren Briefaktionen teilnehmen.

Weitere Infos finden Sie unter “Briefaktionen“.

 
 
Am 11.01.2010 - Acht Jahre Guantánamo!

GUANTÁNAMO - EIN MENSCHENRECHTSSKANDAL

Barack Obama wird sein Versprechen nicht halten. Bei seinem Amtsantritt im Januar 2009 erklärte er in einem Präsidentendekret, das US-Gefangenenlager auf Guantánamo werde spätestens im Januar 2010 geschlossen. Im November 2009 sagte er, diese Frist sei nicht zu halten.

Eine schlechte Nachricht für die über 200 Gefangenen, die zum Teil seit fast acht Jahren ohne Anklage in der US-Militärbasis auf Kuba eingesperrt sind. Keiner wurde in einem fairen Gerichtsverfahren verurteilt. Nach internationalem Recht ist ihre Haft illegal. Viele mussten außerdem Misshandlung und Folter erleiden.

Seit Obamas Ankündigung konnten nicht einmal 30 Gefangene Guantánamo verlassen, einige davon in ihre Heimatländer. Einige, die in ihren Heimatländern Verfolgung fürchten müssen, wurden von Drittstaaten aufgenommen. Ein Gefangener ist inzwischen vor einem Zivilgericht in New York angeklagt.

Amnesty International fordert den US-Kongress auf, seinen Widerstand gegen die Entlassung von unschuldigen Häftlingen in die USA aufzugeben. Alle Gefangenen müssen endlich in einem fairen Verfahren einer Straftat angeklagt oder freigelassen werden. Andere Staaten können dabei helfen, indem sie Gefangene aufnehmen, die von der USA schon zur Freilassung vorgesehen sind, aber in ihren Heimatländern Folter, unfaire Prozesse oder andere Menschenrechtsverletzungen fürchten müssen.

Deutschland sollte dem Beispiel anderer europäischer Länder folgen und ebenfalls einige dieser Gefangenen aufnehmen. So könnte die illegale Haft für einzelne Gefangene schnell ein Ende finden, auch wenn sich die USA immer noch nicht vollständig von den Menschenrechtsverletzungen im Namen des Terrorbekämpfung verabschiedet haben.



Interview mit Sami al-Haj zu diesem Thema:

icon guantanamo 2009 interview _2_.pdf

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Entlassung in die Freiheit ermöglichen!

Europa muss Guantánamo-Häftlingen

Schutz gewähren


Fünf führende Menschenrechtsorganisationen haben heute die Regierungen Europas aufgerufen, Guantánamo-Häftlingen die Entlassung in die Freiheit zu ermöglichen. Rund 50 Häftlinge sitzen unschuldig im US-Gefangenenlager Guantánamo, weil sie nicht in ihr Heimatland zurückkehren können. Die Gefangenen stammen aus China, Libyen, Russland, Tunesien, Usbekistan und anderen Ländern. Dort drohen ihnen Folter und andere Menschenrechtsverletzungen.
Europa sollte diese Männer aufnehmen und ihnen angemessene Unterstützung zuteil werden lassen, forderten Amnesty International, Human Rights Watch, Center for Constitutional Rights, International Federation for Human Rights fidh und Reprieve in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Deutschland soll französischem Beispiel folgen

und Guantánamo-Häftlinge aufnehmen


Nachdem Frankreich einen Gefangenen aus dem US-Haftlager Guantánamo auf Kuba aufgenommen hat, fordert Amnesty International die USA und die europäischen Länder auf, ebenfalls Gefangene aufzunehmen, die nicht in ihre Heimatländer zurück können. "Es darf nicht sein, dass aufgrund eines politischen Tauziehens Unschuldige noch länger unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt bleiben", sagte der USA-Experte von Amnesty International, Ferdinand Muggenthaler. "Deutschland sollte dem Beispiel Frankreichs folgen und seinen Teil dazu beitragen, dass Guantánamo endlich geschlossen werden kann."

Schreiben Sie an Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus: icon christoph ahlhaus guantanamo.doc

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Vereinte Nationen fordern Freilassung von Kamal al Labwani

Vereinten Nationen: Inhaftierung

des syrischen Reformers

Kamal al Labwani rechtswidrig


Nach der im März 2009 veröffentlichten Stellungnahme der Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung beim Menschenrechts-Hochkommissariat der Vereinten Nationen ist die Inhaftierung von Dr. Kamal al Labwani, einem der wichtigsten syrischen Oppositionspolitiker, rechtswidrig. Sein Verfahren hat nicht rechtsstaatlichen Standards entsprochen. Amnesty International, Human Rights Watch und andere Nichtregierungsorganisationen fordern daher alle Staaten auf, die Beziehungen zu Syrien unterhalten, sich für die Freilassung von Dr. al Labwani vorrangig einzusetzen.

Kamal al-Labwani wurde am 10. Mai 2007 vom Strafgericht in Damaskus zu 12 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde „Kommunikation mit einem ausländischen Staat zur Anstachelung eines Angriffs auf Syrien“ zur Last gelegt. Am 23. April 2008 hat der Militärgerichtshof in Damaskus die verhängte Strafe um weitere 3 Jahre erhöht. Kamal al-Labwani hatte im Herbst 2005 die Vereinigten Staaten und mehrere europäische Länder besucht und Gespräche mit Regierungsvertretern, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen über die politische Lage geführt. In Deutschland war Kamal al-Labwani unter anderem Gast im Auswärtigen Amt. Nach Einschätzung von amnesty international wurde Kamal al-Labwani nur aufgrund dieser friedlichen politischen Aktivitäten und Meinungsäußerungen verurteilt.

Aktuelle Infos dazu:
icon opinionunwgarbitrdetentionsept08.pdf
Presseinfo dazu:
icon joint press release english.pdf


Weitere Details dazu unter: Briefaktionen Hamburg
 
Thema Kindersoldaten im Interreligiösen Dialog

Aktuelle Ausstellung/Veranstaltung

Kinder - Leben zwischen Hoffnung und Realität


Gottesdienst mit anschließender Ausstellungseröffnung am 17.1.2010 um 10:00 Uhr im Ev.-Luth. Gemeindezentrum Mümmelmannsberg, Havighorster Redder 50, D-22115 Hamburg
U2 und Metrobus 12 Haltestelle Mümmel-mannsberg

Mehr Informationen:
www.kirche-in-steinbek.de

Ausstellung vom: 17.1. – 17.2. 2010
icon kindersoldaten-17-1-10.pdf






Warum kommt es immer wieder zur Bewaffnung,

sogar von Kindern?

Projekt mit Ausstellung zum Thema Kindersoldaten in Verbindung mit interreligösem Dialog

AMNESTY INTERNATIONAL ist Mitinitiator der Aktion "control arms". Dabei geht es um eine weltweit verbesserte Kontrolle von Kleinwaffen, die von Bürgerkrieg zu Bürgerkrieg weitergereicht werden. In diesem Zusammenhang stehen die Rekrutierung und der Einsatz von Kindersoldaten an vorderster Front.
Die Aktion "Kindersoldaten und interreligiöser Dialog" ist diesem Thema gewidmet. Eine große Ausstellung wurde dazu erarbeitet, die bereits in verschiedenen Kirchen präsentiert wurde. Neue Ausstellungen sind in Vorbereitung.
Gezeigt werden interreligiöse Bildkommentare zu Themen von
AMNESTY INTERNATIONAL, wie Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Bewaffnung von Kindern, Kleinwaffenhandel und Inhaftierungen aufgrund von Religionszugehörigkeit.
 
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Interessante Verlinkungen



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Frauen kämpfen ..


...für mehr Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung
Nähere Informationen dazu finden sich auf unserer Gruppen-Homepage



8. März

Internationaler Frauentag 2010 (Weltfrauentag)

Alles Aktuelle dazu HIER
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