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Good News zum Briefmarathon 2009 |
"Freiheit für Musaad Abu Fagr"
Der Briefmarathon 2009 stand u.a. unter dem Motto "Freiheit für Musaad Abu Fagr". Am 12. Juli 2010 ist der ägyptische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist aus dem Abu-Zaabal-Gefängnis in Kairo entlassen worden. Er saß fast 3 Jahre in Haft, nachdem er gegen die Zerstörung Tausender von Häusern auf dem Sinai protestiert und sich für die Rechte der Beduinen eingesetzt hatte. Nach seiner Freilassung hat sich Musaad Abu Fagr sich bei all jenen bedankt, die sich im Rahmen der Amnesty-Kampagne für ihn eingesetzt haben: “Die Unterstützung durch Amnesty International war ein Grund, weshalb ich nun freigelassen wurde, und die vielen Briefe haben mir das Gefühl großer Solidarität vermittelt”. Diesen Dank leiten wir gerne an Sie weiter! Und auch die Anklage gegen die 9 nicaraguanischen Frauenrechtlerinnen, für die Sie sich im Rahmen des Briefmarathons 2009 eingesetzt haben, ist fallengelassen worden. Sie wurden verfolgt, nachdem sie sich für die legale Abtreibung bei einem Mädchen eingesetzt hatten, das im Alter von 9 Jahren vergewaltigt worden war. Gemäß Auskunft einer der Frauen hatte der Generalstaatsanwalt in Zusammenhang mit der Einstellung des Verfahrens auch die unzähligen Briefe von Amnesty International erwähnt. Auch dank Ihres Engagements können die 9 Frauenrechtlerinnen ihre Menschenrechtsarbeit nun also fortsetzen, ohne befrüchten zu müssen, in Haft genommen zu werden.
Für Ihre Teilnahme am Briefmarathon möchten wir uns aus diesem Anlass nochmals bedanken. Und in wenigen Monaten können Sie sich bereits für den nächsten Briefmarathon anmelden - wir würden uns freuen, Sie wieder als Teilnehmende zu begrüssen und halten Sie gerne auf dem Laufenden!
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Transparenz schützt die Menschenrechte |
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AMNESTY-REPORT ZU FÄLLEN VON POLIZEIGEWALT IN DEUTSCHLAND «Täter unbekannt»: So heißt es am Ende oft in Deutschland, wenn PolizistInnen wegen übermäßiger Gewaltanwendung oder Misshandlungen zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Das belegt der neue Bericht von Amnesty International «Täter unbekannt. Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland». Der Report dokumentiert Fälle übermäßiger Polizeigewalt und Todesfälle in Polizeigewahrsam. «Misshandlungsvorwürfe gegen Polizisten werden häufig nicht umgehend, unabhängig und umfassend untersucht. Am Ende verlaufen viele Ermittlungen im Sande», sagt Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, heute an einer Pressekonferenz in Berlin. «Nicht selten scheitern Verfahren daran, dass kein Täter ermittelt werden kann, besonders bei Einsätzen in geschlossenen Einheiten. Die Polizisten mauern, teilweise herrscht ein falsch verstandenes Wir-Gefühl unter Kollegen.» Im Rahmen der neuen Kampagne «Transparenz schützt Menschenrechte. Mehr Verantwortung bei der Polizei» fordert Amnesty deswegen unabhängige Untersuchungen und eine Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen. Amnesty sieht keine systematische rechtswidrige Polizeigewalt in Deutschland, sondern strukturelle Probleme im Umgang mit Vorwürfen übermäßiger Gewaltanwendung und Misshandlungen. «Polizisten haben einen schwierigen, oft gefährlichen Job und sie sind berechtigt, im Dienst Gewalt anzuwenden», sagt David Díaz-Jogeix, Europa-Experte im Internationalen Sekretariat von Amnesty in London. «Wenn Polizisten dieses Recht aber missbrauchen, dürfen sie nicht über dem Gesetz stehen.» Zu oft bleibe der Staat tatenlos. Da unterscheide sich Deutschland kaum von Frankreich, Griechenland, Österreich oder Spanien. «In Deutschland bleiben Polizisten meistens anonym, vor allem wenn sie Helme tragen und in geschlossenen Einheiten agieren», erklärt Amnesty-Generalsekretärin Lüke. Deswegen fordert Amnesty eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Damit gebe es gute Erfahrungen in Großbritannien, Schweden und Spanien. Bewährt hätten sich auch Videoaufzeichnungen in Polizeistationen wie in Katalonien: Dort ist die Zahl der Misshandlungsvorwürfe deutlich zurückgegangen. Unerlässlich seien auch unabhängige Untersuchungen. «Es zeigt sich häufig, dass Polizisten nicht gründlich genug gegen Kollegen ermitteln», sagte Lüke. «Das verletzt die Menschenrechte und schadet dem Vertrauen in die Polizei.» Weitere Informationen finden Sie unter: www.amnesty.de/polizei polizei-internet15072010.pdf
aireport2010d.pdf |
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BALD GUANTÁNAMO-GEFANGENE IN HAMBURG |
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Endlich ein Beitrag Deutschlands zum Ende des Menschenrechtsskandals Amnesty International hat die Aufnahme von zwei unschuldigen, entlassenen Guantánamo-Gefangenen in Deutschland begrüßt. "Die Bundesregierung hat das menschenverachtende ‚System Guántanamo' oft und zu Recht kritisiert. Jetzt leistet auch Deutschland endlich einen Beitrag zum Ende dieses Menschenrechtsskandals", sagte Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland. Die Männer, die in Hamburg und Rheinland-Pfalz Aufnahme finden werden, wurden von verschiedenen US-Behörden übereinstimmend als unschuldig und ungefährlich eingestuft und trotzdem noch in Guantánamo festgehalten. Amnesty International appelliert an die Bundesregierung und an die entsprechenden Landesregierungen, die beiden Männer bei der Integration in die Gesellschaft in Deutschland zu unterstützen. Dazu gehören medizinische und psychologische Betreuung, Sprachkurse sowie weitere soziale Maßnahmen. "Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Aufnahme entlassener Gefangener aus Guantánamo bei den USA", betonte Amnesty-Generalsekretärin Lüke. Doch leider stünden dort die Chancen dafür innenpolitisch schlecht. US-Präsident Barack Obama sei auf eine Unterstützung aus Europa angewiesen. "Bundeskanzlerin Merkel sollte sich bei ihren Amtskollegen in der Europäischen Union dafür einsetzen, dass auch weitere EU-Staaten unschuldige, entlassene Gefangene aufnehmen. Nur so wird Obama sein Versprechen einlösen und Guantánamo endlich schließen können." Zurzeit befinden sich 181 Gefangene in Guantánamo, von denen mindestens 32 nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können, weil ihnen dort politische Verfolgung, Gefängnis und Folter drohen. Seit Obamas Amtsantritt sind etwa 60 Gefangene entlassen worden, 33 von ihnen kehrten nicht in ihre Herkunftsländer zurück, sondern erhielten in anderen Ländern Schutz. In Europa haben bereits die Schweiz, Frankreich, Portugal, Belgien, Ungarn, die Slowakei, Georgien, Albanien, Bulgarien, Irland und Spanien unschuldige, entlassene Guantánamo-Gefangene aufgenommen. Weitere Ländern haben eine Aufnahme zugesagt. Amnesty International setzt sich seit Überstellung der ersten Gefangenen ins Lager Guantánamo im Jahr 2002 dafür ein, dass die Gefangenen, gegen die strafrechtlich etwas vorliegt, in einem rechtsstaatlichen Verfahren angeklagt werden. Alle anderen müssen freigelassen und Guantánamo geschlossen werden.
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Eröffnung der Foto-Wanderausstellung am 1. Juli 2010 |
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"Unsichtbare Opfer: Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko" am Donnerstag, den 1. Juli 2010 um 20:00 Uhr in der Fabrik des Hamburger Gängeviertels, Valentinskamp 34 (Nähe U-Bahn Gänsemarkt) Die Ausstellung wird voraussichtlich bis einschließlich Sonntag, 11. Juli 2010 zu sehen sein (evtl. Verlängerung). Öffnungszeitung: dienstags bis sonntags jeweils bis mind. 20:00 Uhr. Di-Fr ab 15:00, Sa ab 13.00 und So ab 11:00 Uhr (montags geschlossen). Im Begleitprogramm: mehrere Abendveranstaltungen mit Filmen, Vorträgen und Diskussionen. Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit der gleichnaqmigen Kampagne von Amnesty International, die Ende April in Mexiko-Stadt vorgestellt wurde und mittlerweile in zahlreichen Ländern gezeigt wird. Da Mitglieder unserer Gruppe seit längerer Zeit zu dem Thema arbeiten, haben wir die Fotoausstellung etwas erweitert. Einzelheiten entnehmt bitte der beigefügten Presseerklärung sowie dem Blog http://unsichtbareopfer.wordpress.com Flyer: unsichtbare-opfer.pdf
Programm zur Ausstellung: |
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Diskriminierung in der EU bleibt traurige Realität |
DEUTSCHLAND BLOCKIERT EU-RICHTLINIE GEGEN
DISKRIMINIERUNG
Sie wollen in einem Luxushotel mit ihrem gleichgeschlechtlichen Partner übernachten? In mehreren EU-Ländern müssen Sie mit einer Absage rechnen. Sie wollen eine Wohnung mieten? Sind sie muslimischen Glaubens, kann Ihnen das verwehrt werden - mitten in der EU.
Diskriminierung in der
EU bleibt traurige Realität
Diskriminierung in der EU ist Alltag. In mehreren EU-Ländern gibt es noch immer erhebliche Defizite beim Schutz gegen Diskriminierung. Eine Mindestgarantie in Form einer Gleichbehandlungsrichtlinie für alle EU-Länder könnte es zwar geben, doch die deutsche Bundesregierung hat sich offiziell gegen einen entsprechenden Richtlinienentwurf der EU-Kommission ausgesprochen. Damit bleibt Diskriminierung aufgrund von Religion, Alter, Behinderung oder der sexuellen Orientierung traurige Realität für viele Menschen in der EU.
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Asylprobleme in Griechenland |
Die Dublin II Falle - unmenschliche Behandlung
von AsylwerberInnen in Griechenland
In Griechenland werden Flüchtlinge teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten, sie haben keine Chance auf ein faires Asylverfahren und sind in Gefahr, in Länder abgeschoben zu werden, in denen ihnen Folter, Verfolgung oder der Tod drohen.
Der Großteil der gemäß Dublin II überstellten AsylwerberInnen wird nach seiner Ankunft am Flughafen in Athen automatisch unter völlig inadäquaten Verhältnissen angehalten. Im Anschluss haben zahlreiche von Ihnen, darunter auch Familien mit Kindern, keinen Zugang zu einer angemessenen Wohnmöglichkeit und leben auf der Straße. Das griechische Asylsystem weist schwerste Mängel auf. AsylwerberInnen haben kaum Zugang zum Asylverfahren. Im Asylverfahren gibt es weder ein spezialisiertes und kompetentes Organ, das in einem fairen Verfahren über die Asylanträge entscheidet noch gibt es qualifizierte Informationen zum Verfahren, sowie so gut wie keine DolmetscherInnen für Sprachen, die die AsylwerberInnen verstehen. Dies führt zu einer extrem niedrigen Zahl von Asylanerkennungen – so wurde im Jahr 2007 in erster Instanz bei 20.684 Asylanträgen nur in 8 (!) Fällen Asyl gewährt, im Jahr 2008 bei 29.573 Asylanträgen in 14 Fällen und im Jahr 2009 bei rund 20.000 Anträgen in 20 Fällen.
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Reisen und Menschenrechte |
Boykott oder Reisen?
Die Position von AMNESTY INTERNATIONAL
Viele Länder erscheinen als Reiseparadies und ziehen somit viele Touristen an. Oft sind die Reisenden wenig über Menschenrechtslage in ihrem Reiseland informiert. Reisen heißt allerdings auch, die politischen und rechtlichen Gegebenheiten eines Landes zu kennen. AMNESTY INTERNATIONAL ruft nicht zum Boykott eines Landes auf. So überlassen wir es den Reisenden selbst, nach ihren Sachkenntnissen angebrachte Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist es unser Ziel und Anliegen, Reisende vollumfänglich über die Menschenrechtslage in Ihren Reiseländern zu informieren und zu sensibilisieren. Zudem möchten wir die Reisenden ermutigen, sich aktiv für die Verbesserung der Situation im jeweiligen Land einzusetzen.
Wie kann ich aktiv werden? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich für die Menschenrechtslage in Ihrem jeweiligen Reiseziel einzusetzen. • Briefe schreiben • An Aktionen teilnehmen • Mitglied werden
Wo finde ich Informationen? Die andere Reiseseite: http://www.fairunterwegs.org http://www.amnesty.de/laenderberichte
Beispiel: Tunesien
Sonniges Ferienland und finsterer Folterstaat
Hunderte, wenn nicht Tausende junger Terrorismusverdächtiger und sogar einige Kinder wurden in den letzten fünf Jahren in Tunesien verhaftet. Viele wurden gefoltert und auf andere Weise misshandelt, in Einzelhaft gehalten und zum «Verschwinden» gebracht. Manche wurden nach unfairen Prozessen zu langen Gefängnisstrafen oder sogar zum Tod verurteilt. Fordern Sie von der tunesischen Regierung, Folter, Misshandlungen, willkürlichen Festnahmen und geheimen Inhaftierungen unverzüglich einen Riegel zu schieben. Hier die vollständige Information: tunesien_2008_08.pdf
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RICARDO UCAN, MEXIKO - Die gute Nachricht zum Jahresanfang |
Zum Jahresende überraschend frei gelassen!
Mit
einer ausgesprochen guten Nachricht hat das Jahr 2010 für die Gruppe
1247 und CASA- und Guatemala-Kogruppe begonnen. Ricardo Ucán, für den
sich die Gruppe intensiv eingesetzt hat und dessen Fall auch über den
Briefmarathon Anfang Dezember in Hamburg forciert wurde, ist zum
Jahresende überraschend frei gelassen worden. Das Foto zeigt ihn vor
dem Gefängnis zusammen mit seiner Frau, die ihn dort in Empfang
genommen hat.
Hier die Hintergründe zu dem Fall:
Ricardo
Ucan wurde im Juni 2001 von einem Gericht in Yucatan Mexico, wegen der
Ermordung eines Nachbarn im Streit um ein Stück Land zu 22 Jahren
Gefängnis verurteilt.
Ricardo Ucan gehört dem Volk der Maya an
und sprach zum Zeitpunkt des Verfahrens nur wenig Spanisch, so dass er
den Verhören und der Verhandlung nur eingeschränkt folgen konnte, lesen
und schreiben konnte er nicht. Ein Dolmetscher wurde ihm dennoch nicht
bestellt, obwohl die mexikanischen Gesetze dies eigentlich vorsehen.
Das Gericht hat dazu ausgeführt, ein Dolmetscher sei zugunsten des
Gerichts zu bestellen und nicht zugunsten des Angeklagten, außerdem
gehöre Ricardo Ucan gar nicht zu einer anerkannten Minderheit und habe
daher kein Recht auf einen Dolmetscher.
Ricardo Ucan hat sich
vor Gericht damit verteidigt, dass er in Notwehr handelte und sein
Nachbar ebenfalls bewaffnet war, was in den vorangegangenen
Ermittlungen nicht zu Protokoll aufgenommen wurde. Allerdings war auch
dabei kein Dolmetscher anwesend. Die ihm bestellte Pflichtverteidigerin
hat diese Verteidigung nach Feststellungen von Amnesty International
nicht mit der nötigen Akribie eingebracht und hierzu keine Beweise
vorgebracht, so dass aus der Sicht von Amnesty International auch eine
ordnungsgemäße Verteidigung nicht gewährleistet war.
Amnesty
International geht davon aus, dass ein Fall von Diskriminierung
vorliegt und die Gerichte die Mindeststandards eines fairen
Gerichtsverfahrens verletzt haben.
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Am 11.01.2010 - Acht Jahre Guantánamo! |
GUANTÁNAMO - EIN MENSCHENRECHTSSKANDAL
Barack Obama wird sein Versprechen nicht halten. Bei seinem Amtsantritt im Januar 2009 erklärte er in einem Präsidentendekret, das US-Gefangenenlager auf Guantánamo werde spätestens im Januar 2010 geschlossen. Im November 2009 sagte er, diese Frist sei nicht zu halten.
Eine schlechte Nachricht für die über 200 Gefangenen, die zum Teil seit fast acht Jahren ohne Anklage in der US-Militärbasis auf Kuba eingesperrt sind. Keiner wurde in einem fairen Gerichtsverfahren verurteilt. Nach internationalem Recht ist ihre Haft illegal. Viele mussten außerdem Misshandlung und Folter erleiden.
Seit Obamas Ankündigung konnten nicht einmal 30 Gefangene Guantánamo verlassen, einige davon in ihre Heimatländer. Einige, die in ihren Heimatländern Verfolgung fürchten müssen, wurden von Drittstaaten aufgenommen. Ein Gefangener ist inzwischen vor einem Zivilgericht in New York angeklagt.
Amnesty International fordert den US-Kongress auf, seinen Widerstand gegen die Entlassung von unschuldigen Häftlingen in die USA aufzugeben. Alle Gefangenen müssen endlich in einem fairen Verfahren einer Straftat angeklagt oder freigelassen werden. Andere Staaten können dabei helfen, indem sie Gefangene aufnehmen, die von der USA schon zur Freilassung vorgesehen sind, aber in ihren Heimatländern Folter, unfaire Prozesse oder andere Menschenrechtsverletzungen fürchten müssen.
Deutschland sollte dem Beispiel anderer europäischer Länder folgen und ebenfalls einige dieser Gefangenen aufnehmen. So könnte die illegale Haft für einzelne Gefangene schnell ein Ende finden, auch wenn sich die USA immer noch nicht vollständig von den Menschenrechtsverletzungen im Namen des Terrorbekämpfung verabschiedet haben.
Interview mit Sami al-Haj zu diesem Thema:
guantanamo 2009 interview _2_.pdf
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Vereinte Nationen fordern Freilassung von Kamal al Labwani |
Vereinten Nationen: Inhaftierung
des syrischen Reformers
Kamal al Labwani rechtswidrig
Nach der im März 2009 veröffentlichten Stellungnahme der Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung beim Menschenrechts-Hochkommissariat der Vereinten Nationen ist die Inhaftierung von Dr. Kamal al Labwani, einem der wichtigsten syrischen Oppositionspolitiker, rechtswidrig. Sein Verfahren hat nicht rechtsstaatlichen Standards entsprochen. Amnesty International, Human Rights Watch und andere Nichtregierungsorganisationen fordern daher alle Staaten auf, die Beziehungen zu Syrien unterhalten, sich für die Freilassung von Dr. al Labwani vorrangig einzusetzen.
Kamal al-Labwani wurde am 10. Mai 2007 vom Strafgericht in Damaskus zu 12 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde „Kommunikation mit einem ausländischen Staat zur Anstachelung eines Angriffs auf Syrien“ zur Last gelegt. Am 23. April 2008 hat der Militärgerichtshof in Damaskus die verhängte Strafe um weitere 3 Jahre erhöht. Kamal al-Labwani hatte im Herbst 2005 die Vereinigten Staaten und mehrere europäische Länder besucht und Gespräche mit Regierungsvertretern, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen über die politische Lage geführt. In Deutschland war Kamal al-Labwani unter anderem Gast im Auswärtigen Amt. Nach Einschätzung von amnesty international wurde Kamal al-Labwani nur aufgrund dieser friedlichen politischen Aktivitäten und Meinungsäußerungen verurteilt.
Aktuelle Infos dazu: opinionunwgarbitrdetentionsept08.pdf Presseinfo dazu: joint press
release english.pdf
Weitere Details dazu unter: Briefaktionen Hamburg |
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FÜR EINEN POLIZEIBEAUFTRAGTEN IN HAMBURG |
Amnesty International fordert
die Stelle eines Polizeibeauftragten
Amnesty International fordert die Freie und Hansestadt Hamburg auf, die Stelle eines Polizeibeauftragten einzurichten. Die Polizei ist ein wichtiger, unverzichtbarer Ordnungsfaktor im Staat.
Die Polizei der Länder und des Bundes leisten täglich einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Rechtsstaats und ermöglichen den Bürgern die Ausübung ihrer Grundrechte. Sie ist bei allen ihren Tätigkeiten an Recht und Gesetz gebunden. Sie hat bei der Wahl ihrer Mittel und bei der Ausübung ihrer Befugnisse immer den in der Verfassung verankerten Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten.
Nur weil es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern wie beispielsweise England, Australien oder Portugal in Deutschland keinen unabhängigen Beschwerdemechanismus für rechtswidrige Polizeigewalt gibt, bedeutet dies nicht, dass es dieses Problem in den deutschen Bundesländern, in deren Kompetenz die Organisation der Polizei liegt, nicht gäbe.
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Interessante Verlinkungen
AMNESTY Hamburg auf YouTubeWir sind mit einer ganzen Reihe von Videos auf YouTube vertreten  Frauen kämpfen .....für mehr Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung Nähere Informationen dazu finden sich auf unserer Gruppen-Homepage  8. März Internationaler Frauentag 2010 (Weltfrauentag) Alles Aktuelle dazu HIER
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