amnesty international hamburg
Menschenrechte und Wirtschaft - Veranstaltung am 9. Februar 2010

Der europe direct Info-Point Europa und die Stiftung Wertevolle Zukunft laden Sie gemeinsam mit der Zeitschrift für Menschenrechte zu einer Podiumsdiskussion zum Thema:


Menschenrechte und Wirtschaft –

ein europäischer Exportschlager?


Dienstag, 9. Februar, 19.00 Uhr;

ALFRED SCHNITTKE AKADEMIE HAMBURG, MAX-BRAUER-ALLEE 24, 22765 HAMBURG

Haben europäische Unternehmen beim Thema Menschenrechte eine Vorbildfunktion? Ist das Thema Menschenrechte für die Wertschöpfung von Unternehmen überhaupt in der Praxis relevant oder lediglich nur ein Thema für die PR-Abteilungen und deren Auseinandersetzung mit der Zivilgesellschaft? Welche ordnungspolitischen Rahmenbedingungen kann es dazu von Seiten der Europäischen Union geben oder sollten die Unternehmen selbst für die Einhaltung der Menschenrechte verantwortlich sein? Diese und andere Fragen sollen diskutiert werden.

BITTE MELDEN SIE SICH AN: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können - oder www.wertevolle-zukunft.de

Einladung als PDF: icon flyer_menschenrechte-090210.pdf 
 
RICARDO UCAN, MEXIKO - Die gute Nachricht zum Jahresanfang

Zum Jahresende überraschend frei gelassen!

Mit einer ausgesprochen guten Nachricht hat das Jahr 2010  für die Gruppe 1247 und CASA- und Guatemala-Kogruppe begonnen. Ricardo Ucán, für den sich die Gruppe intensiv eingesetzt hat und dessen Fall auch über den Briefmarathon Anfang Dezember in Hamburg forciert wurde, ist zum Jahresende überraschend frei gelassen worden. Das Foto zeigt ihn vor dem Gefängnis zusammen mit seiner Frau, die ihn dort in Empfang genommen hat.


Hier die Hintergründe zu dem Fall:

Ricardo Ucan wurde im Juni 2001 von einem Gericht in Yucatan Mexico, wegen der Ermordung eines Nachbarn im Streit um ein Stück Land zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt.

Ricardo Ucan gehört dem Volk der Maya an und sprach zum Zeitpunkt des Verfahrens nur wenig Spanisch, so dass er den Verhören und der Verhandlung nur eingeschränkt folgen konnte, lesen und schreiben konnte er nicht. Ein Dolmetscher wurde ihm dennoch nicht bestellt, obwohl die mexikanischen Gesetze dies eigentlich vorsehen. Das Gericht hat dazu ausgeführt, ein Dolmetscher sei zugunsten des Gerichts zu bestellen und nicht zugunsten des Angeklagten, außerdem gehöre Ricardo Ucan gar nicht zu einer anerkannten Minderheit und habe daher kein Recht auf einen Dolmetscher.

Ricardo Ucan hat sich vor Gericht damit verteidigt, dass er in Notwehr handelte und sein Nachbar ebenfalls bewaffnet war, was in den vorangegangenen Ermittlungen nicht zu Protokoll aufgenommen wurde. Allerdings war auch dabei kein Dolmetscher anwesend. Die ihm bestellte Pflichtverteidigerin hat diese Verteidigung nach Feststellungen von Amnesty International nicht mit der nötigen Akribie eingebracht und hierzu keine Beweise vorgebracht, so dass aus der Sicht von Amnesty International auch eine ordnungsgemäße Verteidigung nicht gewährleistet war.

Amnesty International geht davon aus, dass ein Fall von Diskriminierung vorliegt und die Gerichte die Mindeststandards eines fairen Gerichtsverfahrens verletzt haben.
 
30 JAHRE FRAUENRECHTSKONVENTION

MEILENSTEINE  -  STOLPERSTEINE  

30 JAHRE FRAUENRECHTSKONVENTION


Am 18. Dezember 1979 wurde das Übereinkommen über die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau von der UNO-Generalversammlung verabschiedet und trat am 3. September 1981 in Kraft. Die Frauenrechtskonvention (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women /CEDAW) ist zweifellos das wichtigste völkerrechtliche Abkommen auf dem Gebiet der Frauenrechte.

Hier ein Chronik: icon meilensteine.pdf

Link Ko-Gruppe Frauen


 
Vielen Dank für Ihre Beteiligung




Bereits mehr als 1.000 Briefe


Auch dieses Jahr haben sich wieder Dutzende von Amnesty International-Gruppen, Schulen, Kirchgemeinden sowie viel  Privatpersonen am Briefmarathon in Hamburg beteiligt. Bereits wenige Tage danach sind schon Rückmeldungen über rund 1.000 aus Hamburg verschickte Briefe eingegangen, und die Anzahl steigt kontinuierlich.

Amnesty International, Hamburg wollte damit zum Internationalen Tag der Menschenrechte vom 10. Dezember die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebenen Grundrechte ganz konkret einfordern. Geschrieben wurde in Schulzimmern, an Ständen, in Cafés, im Rahmen von Gottesdiensten bei Privatpersonen, die bei sich zu Hause eine Schreibaktion bei einer Feier starteten.

Der Briefmarathon fand jedoch nicht allein in Hamburg, sondern weltweit ein großes Echo: in Dutzenden von Ländern wurden insgesamt Hunderttausende von Briefen und Solidaritätskarten verschickt - definitive Zahlen werden gegen Ende Januar 2010 verfügbar sein.

Amnesty dankt all jenen, welche für die Menschenrechte zu Kugelschreiber, Bleistift oder Füller gegriffen haben, ganz herzlich.

VIELES BLEIBT NOCH ZU TUN!

Sie können zum Beispiel die Forderungen von Amnesty International weiter unterstützen und an weiteren Briefaktionen teilnehmen.

Weitere Infos finden Sie unter “Briefaktionen“.

 
 
Am 11.01.2010 - Acht Jahre Guantánamo!

GUANTÁNAMO - EIN MENSCHENRECHTSSKANDAL

Barack Obama wird sein Versprechen nicht halten. Bei seinem Amtsantritt im Januar 2009 erklärte er in einem Präsidentendekret, das US-Gefangenenlager auf Guantánamo werde spätestens im Januar 2010 geschlossen. Im November 2009 sagte er, diese Frist sei nicht zu halten.

Eine schlechte Nachricht für die über 200 Gefangenen, die zum Teil seit fast acht Jahren ohne Anklage in der US-Militärbasis auf Kuba eingesperrt sind. Keiner wurde in einem fairen Gerichtsverfahren verurteilt. Nach internationalem Recht ist ihre Haft illegal. Viele mussten außerdem Misshandlung und Folter erleiden.

Seit Obamas Ankündigung konnten nicht einmal 30 Gefangene Guantánamo verlassen, einige davon in ihre Heimatländer. Einige, die in ihren Heimatländern Verfolgung fürchten müssen, wurden von Drittstaaten aufgenommen. Ein Gefangener ist inzwischen vor einem Zivilgericht in New York angeklagt.

Amnesty International fordert den US-Kongress auf, seinen Widerstand gegen die Entlassung von unschuldigen Häftlingen in die USA aufzugeben. Alle Gefangenen müssen endlich in einem fairen Verfahren einer Straftat angeklagt oder freigelassen werden. Andere Staaten können dabei helfen, indem sie Gefangene aufnehmen, die von der USA schon zur Freilassung vorgesehen sind, aber in ihren Heimatländern Folter, unfaire Prozesse oder andere Menschenrechtsverletzungen fürchten müssen.

Deutschland sollte dem Beispiel anderer europäischer Länder folgen und ebenfalls einige dieser Gefangenen aufnehmen. So könnte die illegale Haft für einzelne Gefangene schnell ein Ende finden, auch wenn sich die USA immer noch nicht vollständig von den Menschenrechtsverletzungen im Namen des Terrorbekämpfung verabschiedet haben.



Interview mit Sami al-Haj zu diesem Thema:

icon guantanamo 2009 interview _2_.pdf

weiter …
 
Entlassung in die Freiheit ermöglichen!

Europa muss Guantánamo-Häftlingen

Schutz gewähren


Fünf führende Menschenrechtsorganisationen haben heute die Regierungen Europas aufgerufen, Guantánamo-Häftlingen die Entlassung in die Freiheit zu ermöglichen. Rund 50 Häftlinge sitzen unschuldig im US-Gefangenenlager Guantánamo, weil sie nicht in ihr Heimatland zurückkehren können. Die Gefangenen stammen aus China, Libyen, Russland, Tunesien, Usbekistan und anderen Ländern. Dort drohen ihnen Folter und andere Menschenrechtsverletzungen.
Europa sollte diese Männer aufnehmen und ihnen angemessene Unterstützung zuteil werden lassen, forderten Amnesty International, Human Rights Watch, Center for Constitutional Rights, International Federation for Human Rights fidh und Reprieve in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Deutschland soll französischem Beispiel folgen

und Guantánamo-Häftlinge aufnehmen


Nachdem Frankreich einen Gefangenen aus dem US-Haftlager Guantánamo auf Kuba aufgenommen hat, fordert Amnesty International die USA und die europäischen Länder auf, ebenfalls Gefangene aufzunehmen, die nicht in ihre Heimatländer zurück können. "Es darf nicht sein, dass aufgrund eines politischen Tauziehens Unschuldige noch länger unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt bleiben", sagte der USA-Experte von Amnesty International, Ferdinand Muggenthaler. "Deutschland sollte dem Beispiel Frankreichs folgen und seinen Teil dazu beitragen, dass Guantánamo endlich geschlossen werden kann."

Schreiben Sie an Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus: icon christoph ahlhaus guantanamo.doc

weiter …
 
Kambodscha - Die «Gruppe 78»

Amnesty International verurteilt die


Zwangsräumung der "Gruppe 78"


In der Nacht zum Freitag, den 17. Juli haben die Behörden der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh die Siedlung "Gruppe 78" widerrechtlich zwangsgeräumt.

 

In der Gemeinde am Flussufer in der Innenstadt wohnten etwa 80 Familien. Gegen 4 Uhr nachts rückten etwa 70 teils bewaffnete Sicherheitskräfte an, sperrten das Gebiet ab und zerstörten die Häuser. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch vier Familien, gemeinsam mit MenschenrechtsaktivistInnen und JournalistInnen, in der Siedlung. Die anderen BewohnerInnen des Gebiets "Gruppe 78" hatten die Siedlung aus Angst vor der Zwangsvertreibung bereits wenige Stunden zuvor verlassen.

 

Die BewohnerInnen der "Gruppe 78" waren seit drei Jahren den Schikanen und Einschüchterungen der Regierung ausgesetzt und hatten zuletzt keine andere Wahl, als die völlig unzureichenden Entschädigungsangebote zu akzeptieren.

 

"Amnesty International verurteilt die Zwangsräumung und die vorangehenden Geschehnisse aufs Schärfste," sagte Amnestys Kambodscha Beauftragte Brittis Edman.

weiter …
 
Vereinte Nationen fordern Freilassung von Kamal al Labwani

Vereinten Nationen: Inhaftierung

des syrischen Reformers

Kamal al Labwani rechtswidrig


Nach der im März 2009 veröffentlichten Stellungnahme der Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung beim Menschenrechts-Hochkommissariat der Vereinten Nationen ist die Inhaftierung von Dr. Kamal al Labwani, einem der wichtigsten syrischen Oppositionspolitiker, rechtswidrig. Sein Verfahren hat nicht rechtsstaatlichen Standards entsprochen. Amnesty International, Human Rights Watch und andere Nichtregierungsorganisationen fordern daher alle Staaten auf, die Beziehungen zu Syrien unterhalten, sich für die Freilassung von Dr. al Labwani vorrangig einzusetzen.

Kamal al-Labwani wurde am 10. Mai 2007 vom Strafgericht in Damaskus zu 12 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde „Kommunikation mit einem ausländischen Staat zur Anstachelung eines Angriffs auf Syrien“ zur Last gelegt. Am 23. April 2008 hat der Militärgerichtshof in Damaskus die verhängte Strafe um weitere 3 Jahre erhöht. Kamal al-Labwani hatte im Herbst 2005 die Vereinigten Staaten und mehrere europäische Länder besucht und Gespräche mit Regierungsvertretern, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen über die politische Lage geführt. In Deutschland war Kamal al-Labwani unter anderem Gast im Auswärtigen Amt. Nach Einschätzung von amnesty international wurde Kamal al-Labwani nur aufgrund dieser friedlichen politischen Aktivitäten und Meinungsäußerungen verurteilt.

Aktuelle Infos dazu:
icon opinionunwgarbitrdetentionsept08.pdf
Presseinfo dazu:
icon joint press release english.pdf


Weitere Details dazu unter: Briefaktionen Hamburg
 
FÜR EINEN POLIZEIBEAUFTRAGTEN IN HAMBURG

Amnesty International fordert

die Stelle eines Polizeibeauftragten


Amnesty International fordert die Freie und Hansestadt Hamburg auf, die Stelle eines Polizeibeauftragten einzurichten. Die Polizei ist ein wichtiger, unverzichtbarer Ordnungsfaktor im Staat.

Die Polizei der Länder und des Bundes leisten täglich einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Rechtsstaats und ermöglichen den Bürgern die Ausübung ihrer Grundrechte. Sie ist bei allen ihren Tätigkeiten an Recht und Gesetz gebunden. Sie hat bei der Wahl ihrer Mittel und bei der Ausübung ihrer Befugnisse immer den in der Verfassung verankerten Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten.

Nur weil es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern wie beispielsweise England, Australien oder Portugal in Deutschland keinen unabhängigen Beschwerdemechanismus für rechtswidrige Polizeigewalt gibt, bedeutet dies nicht, dass es dieses Problem in den deutschen Bundesländern, in deren Kompetenz die Organisation der Polizei liegt, nicht gäbe.
weiter …
 
Thema Kindersoldaten im Interreligiösen Dialog

Aktuelle Ausstellung/Veranstaltung

Kinder - Leben zwischen Hoffnung und Realität


Gottesdienst mit anschließender Ausstellungseröffnung am 17.1.2010 um 10:00 Uhr im Ev.-Luth. Gemeindezentrum Mümmelmannsberg, Havighorster Redder 50, D-22115 Hamburg
U2 und Metrobus 12 Haltestelle Mümmel-mannsberg

Mehr Informationen:
www.kirche-in-steinbek.de

Ausstellung vom: 17.1. – 17.2. 2010
icon kindersoldaten-17-1-10.pdf






Warum kommt es immer wieder zur Bewaffnung,

sogar von Kindern?

Projekt mit Ausstellung zum Thema Kindersoldaten in Verbindung mit interreligösem Dialog

AMNESTY INTERNATIONAL ist Mitinitiator der Aktion "control arms". Dabei geht es um eine weltweit verbesserte Kontrolle von Kleinwaffen, die von Bürgerkrieg zu Bürgerkrieg weitergereicht werden. In diesem Zusammenhang stehen die Rekrutierung und der Einsatz von Kindersoldaten an vorderster Front.
Die Aktion "Kindersoldaten und interreligiöser Dialog" ist diesem Thema gewidmet. Eine große Ausstellung wurde dazu erarbeitet, die bereits in verschiedenen Kirchen präsentiert wurde. Neue Ausstellungen sind in Vorbereitung.
Gezeigt werden interreligiöse Bildkommentare zu Themen von
AMNESTY INTERNATIONAL, wie Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Bewaffnung von Kindern, Kleinwaffenhandel und Inhaftierungen aufgrund von Religionszugehörigkeit.
 
weiter …
 

Interessante Verlinkungen



AMNESTY Hamburg auf YouTube

Wir sind mit einer ganzen Reihe von Videos auf YouTube vertreten





Frauen kämpfen ..

...für mehr Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung
Nähere Informationen dazu finden sich auf unserer Gruppen-Homepage


amnesty international hamburg