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Am 7. September fand im Rudolf- Steiner-Haus in Hamburg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lebensquelle Wasser - Klimawandel und Menschenrechte“ statt. Eingeladen hatte der Hamburger Amnesty-Bezirk in Kooperation mit dem Climate Service Center (CSC).

Zunächst begrüßten Dieter Sienknecht für Amnesty und Prof. Guy Brasseur für das CSC die Erschienenen.Danach leitete Barbara Hennemuth von der Gruppe 1534 kurz in die Thematik ein, wobei sie besonders die Anerkennung eines Menschenrechts auf Wasser durch die UNO im Jahre 2010 und die Betonung des Klimawandels als Bedrohung für den Weltfrieden durch den UN-Sicherheitsrat im Juli 2011 hervorhob.

Dann hatten die Podiumsteilnehmer das Wort. Unter der souveränen Moderation des Hamburger Journalisten Burkhard Plemper beleuchteten aus verschiedenen Aspekten das Thema:

Prof. Dr. Hartmut Graßl, ehem. Direktor des Weltklimaforschungs-programms; Wolfgang Grenz, Generalsekretär von Amnesty International Deutschland; Prof. Dr. Maria Mánez Costa, Agrarökonomin, CSC; Jo Leinen, Mitglied des Europaparlaments und Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen.

Es wurden folgende Fragen angesprochen und diskutiert: zunehmende Bedrohung der Inselstaaten in der Südsee durch den steigenden Meeresspiegel; Verschärfung der Dürre im Mittelmeerraum; Zunahme der Migration aufgrund zunehmenden Schwundes der Lebensgrundlagen; rechtsverbindliche Definition von 'Klima-Migranten'; europäischer Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in von Dürre bedrohten Gebieten; Umgang mit zerfallenden Staaten.

Das Publikum folgte den Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit und bewies sein Interesse durch vertiefende und ergänzende Nachfragen. Deutlich wurde nicht nur die Wichtigkeit des Problems, sondern auch die Bedeutung des Zusammenwirkens von Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaft und Politik. So kann etwa die Klima-forschung Aussagen über zukünftige dramatische Veränderungen der Lebensbedingungen vorlegen, auf die sich Organisationen wie Amnesty International einstellen müssen. Auch auf diesem Gebiet sind politische Entscheidungen ohne Berücksichtigung von Menschenrechtsaspekten nicht zu verantworten.