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Im Kampf um die Abschaffung der Todesstrafe gibt es zunehmend Erfolge zu verzeichnen. Der Trend ist eindeutig – immer mehr Staaten entscheiden sich zur Abkehr von dieser. Doch weiterhin halten 58 Staaten an der Todesstrafe fest und jährlich werden nach Schätzungen von Amnesty International noch immer tausende Menschen hingerichtet. In diesem Jahr hat sich Hamburg erstmalig an dem Aktionsbündnis „Cities for Life – Cities against the Death Penalty“ beteiligt. Das Bündnis wurde 2002 von der italienischen Gemeinde Sant’Egidio gegründet und geht zurück auf die Entscheidung des Großherzogtums Toskana vom 30.11.1786, Folter und Todesstrafe endgültig abzuschaffen. Um diesem zu gedenken und sich für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen, beteiligen sich inzwischen mehr als 1500 Städte in über 90 Ländern an dieser Städtekoalition. Jährlich am 30.11. wird in diesem Sinne unter dem Motto „No Justice Without Life“ ein bekanntes Monument in den teilnehmenden Städten illuminiert und durch weitere Aktionen hervorgehoben.

Nicht zuletzt durch das Engagement von Amnesty International trat die Hansestadt zu Beginn des Jahres dem Aktionsbündnis bei. Unter Verantwortung der Bürgerschaft Hamburgs und in Zusammenarbeit mit unserer Gruppe, der Gemeinde von St. Michaelis und dem Lichtkünstler Michael Batz wurde dieses Event realisiert und der Michel dieses Jahr zum ersten Mal beleuchtet. Der Beginn der Illumination des Schriftzuges „Du sollst nicht töten“ unter dem grün beleuchteten Turm des Michels, wurde offiziell durch Eva Gümpel (GAL), Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Alexander Röder, Hauptpastor von St. Michaelis, dem Lichtkünstler Michael Batz sowie Sophie Sonntag, der Gruppensprecherin der Amnesty Gruppe Ottensen eingeleitet. Zusätzlich waren wir vor Ort mit einem Infostand präsent, um Fragen interessierter Bürger zu beantworten und Unterschriften zur Abschaffung der Todesstrafe zu sammeln.

Die Gruppe 1120 freut sich darauf, im nächsten Jahr die gelungene Aktion zu wiederholen und weiter auszubauen